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85 Prozent des Universums bleiben unsichtbar – Forscher glauben nun zu wissen, wo sie suchen sollen

By Lena Wagner , on 7 November 2025 à 18:37 - 3 minutes to read
forscher haben eine neue methode entwickelt, um die 85 prozent des unsichtbaren universums zu erforschen und wissen jetzt, wo sie danach suchen müssen.

85 Prozent unseres Universums bleiben bis heute verborgen. Die Forscher stehen vor einem gigantischen Rätsel. Doch aktuell gibt es Hoffnung, denn neue Entdeckungen zeigen, wo sich die verlorene Materie verstecken könnte!

85 Prozent des Universums bleiben unsichtbar – endlich klare Spur zur verborgenen Materie

Wenn wir nachts in den Himmel blicken, nehmen wir nur einen winzigen Bruchteil des Universums wahr – etwa fünf Prozent. Der Rest ist komplett unsichtbar für unsere Teleskope und Instrumente. Lange dachten Wissenschaftler, dass es sich vor allem um dunkle Materie und dunkle Energie handelt, die diese kosmischen Geheimnisse ausmachen.

Doch jetzt haben Forscher durch die Analyse sogenannter schneller Radioblitze (FRBs) einen revolutionären Durchbruch erzielt. Diese extrem kurzen Radiowellenblitze helfen, die lang vermisste baryonische Materie zu finden. Das ist die “normale” Materie, die Sterne, Planeten und uns selbst bildet, aber oft so dünn verteilt ist, dass sie kaum nachzuweisen war.

Beobachtungen von 69 dieser FRBs zeigten, dass der größte Teil dieser normalen Materie als heißes, dünn verteiltes Gas im intergalaktischen Raum existiert – geschützt in einem geheimnisvollen Netz aus unsichtbaren Gaswolken, die das ganze Universum durchziehen.

Wie schnelle Radioblitze helfen, das unsichtbare Universum zu erforschen

Schnelle Radioblitze sind winzige, aber extrem energiereiche Signale, die nur wenige Millisekunden dauern. Sie kommen meistens von weit außerhalb unserer Milchstraße. Ihre Reise durch das Universum wird beeinflusst von allem, was sie auf dem Weg treffen, besonders von diffusem Gas.

Indem Wissenschaftler die Verzögerungen und Frequenzveränderungen dieser Blitze messen, können sie indirekt die Masse und Verteilung der im intergalaktischen Raum verborgenen baryonischen Materie bestimmen. Das ist so, als würde man durch Schatten messen, was man mit bloßem Auge nicht sehen kann.

Dieser raffinierte Trick eröffnet nicht nur eine neue Perspektive auf das Universum, sondern beweist auch, dass sich die vermisste Materie fast vollständig in diesem heißen Gasnetzwerk versteckt – rund 76 Prozent der baryonischen Materie, um genau zu sein!

Die dunkle Materie bleibt rätselhaft, aber diese Entdeckung bringt Licht ins Dunkel

Es ist wichtig zu verstehen: Die gefundene baryonische Materie ist nicht die mysteriöse dunkle Materie, die das Universum zu 27 Prozent ausmacht. Diese dunkle Materie reagiert nicht mit Licht oder anderen Strahlen und bleibt damit weiterhin unsichtbar.

Die baryonische Materie besteht aus den bekannten Bausteinen wie Protonen und Neutronen. Bislang war ungefähr die Hälfte davon einfach unauffindbar, obwohl kosmologische Modelle ihre Existenz seit fast einem Jahrhundert voraussagen.

Jetzt zeigt sich, dass diese fehlende Materie nicht fehlt, sondern nur sehr diffus und heiß im intergalaktischen Medium verteilt ist. Dieses neue Verständnis bestätigt zudem die Vorhersagen des Urknalls bezüglich der Gesamtmenge der normal sichtbaren Materie im Kosmos.

Was bedeutet das für unser Verständnis des Universums?

Die Entdeckung dieser verborgenen Materie ist ein großer Schritt, um die massiven Lücken in unserem kosmischen Inventar zu schließen. Wir verstehen nun besser, wie Sterne, Galaxien und andere Strukturen aus dieser diffus verteilten Materie entstehen können.

Diese Erkenntnisse ermöglichen es, Modelle der Galaxienbildung zu verfeinern und das rätselhafte Zusammenspiel zwischen baryonischer und dunkler Materie weiter zu erforschen. Das verschiebt die wissenschaftliche Aufmerksamkeit auch auf die Rolle des intergalaktischen Mediums als kosmisches Fundament der sichtbaren Welt.

Und obwohl die Herkunft der schnellen Radioblitze weiterhin ein Mysterium bleibt, zeigen sie bereits heute, wie wertvoll sie für die kosmische Kartographie sind. Wer weiß, welche Geheimnisse wir als nächstes entdecken!

Lena Wagner ist die Seele des Blogs. Als echte Münchnerin mit einem Händchen für die feinen italienischen Aromen, teilt sie ihre Liebe zur perfekten Pizza und zur bayerischen Gastlichkeit. Lena weiß, wie man herzhafte Tradition und mediterrane Leichtigkeit harmonisch verbindet. Sie gibt hier die besten Tipps, neue Kreationen und alles über unsere Spezialitäten.

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